die akustik in tonstudios ist unter zwei gesichtspunkten zu betrachten: bauakustik und raumakustik.
bauakustische probleme sind schalldämmungen gegen störende aussengeräusche (z.b. die klimaanlage oder fahrzeuglärm von der strasse).
raumakustische probleme sind charakteristika des raumes also z.b. nachhallzeit, reflexionen etc.
fragen sie ruhig ihren arzt oder apotheker!


die zutaten

die bauakustik von aufnahmestudios und regieräumen soll das um und auf von tonstudioarbeiten ermöglichen, nämlich "saubere" aufnahme und "saubere" abhöre. denn was mal auf der aufnahme drauf ist, ist schwer wieder zu eliminieren. in der professionellen tonaufnahme werden daher hohe anforderungen an die raumruhe der studios und regieräume gestellt. die aussengeräusche sollen in der regel etwa 5 db unterhalb der hörschwelle bleiben. diese werte werden unter anderem durch das sogenannte "raum-in-raum" verfahren erzielt, bei dem die gesamte studioeinheit auf einer trittschalldämmung "schwimmt" und so von den schwingungen des umgebenden raumes und den gebäuderesonanzen völlig entkoppelt wird.

die raumakustik von aufnahmestudios setzt sich zusammen aus dem direktschall und den ersten reflexionen. diese ersten reflexionen erhöhen beim menschlichen hören zwar lautstärke und deutlichkeit, können aber bei mikrofonaufnahmen das klangbild verfälschen. ziel der unternehmung ist daher ein möglichst "trockenes" studio, d. h. eines mit möglichst kurzer nachhallzeit und möglichst wenig ersten reflexionen. durch eine gezielte raumakustische verkleidung lassen sich die schädlichen wirkungen der ersten schallreflexionen von sprechertisch, boden, decke und wänden vermeiden.
im gegensatz zu musikaufnahmestudios benötigt man bei sprachaufnahmestudios keine relevanten mindestraumgrössen. selbst in räumen von einem volumen von weniger als 30m3 lassen sich einwandfreie produktionen durchführen, sobald sprecherplätze und mikrofonorte optimal festgelegt sind.


das ergebnis

die raumakustik von regieräumen soll optimale bedingungen für die beurteilung von aufnahmen bieten. wiederum beeinflussen die eigenschaften des raumes stark den klang der wiedergabe. deshalb wird mit gewissem recht immer wieder gefordert, dem regieraum die akustik eines durchschnittlichen wohnzimmers zu geben. da es angesichts der äusserst unterschiedlichen abhörbedingungen der potentiellen hörerschaft aber schier unmöglich ist, einen "durchschnittlichen" raum zu definieren, werden regieräume im allgemeinen so ausgestattet, dass sie im vergleich zu durchschnittlichen wohnzimmern reflexionsarm sind.
regieräume sollten bei höheren ansprüchen ein volumen von nicht unter 40m3 haben. der raum sollte bezogen auf die achse lautsprecher-abhörplatz möglichst symmetrisch gestaltet sein, sowohl geometrisch als auch akustisch.